Kiesbeet, aber richtig!

Inzwischen sieht man sie ja wirklich überall, die vielen Kies- und Schottergärten vor den Häusern. Doch Garten kann man es oft nicht mehr nennen, eher Steinwüste oder Kiesschüttung. Wir erklären Dir den Unterschied zwischen einem pflegeleichten Kiesgarten und einer tristen Steinwüste – Kies im Garten ja, aber richtig!

Die meisten Gartenbesitzer wünschen sich einen pflegeleichten und dennoch repräsentativen Vorgarten. Der Besucher soll sich schließlich willkommen fühlen und auch selber möchte man von einer schönen Atmosphäre empfangen werden. Ein mit Schotter und Steinen zugeschüttetes Beet mit vereinzelten Formgehölzen oder Gräsern kann diesen Wunsch in unseren Augen nicht erfüllen. Warum nicht? Hier haben wir einige Argumente für Dich zusammen gefasst:

  1. Großflächige Schottergärten sind nicht pflegeleichter, da sich zwischen den Steinen Blätter, Samen, Staub und anderes organisches Material sammelt welches dann die idealen Wachstumsbedingungen für Unkräuter bietet. Ebenso kommen mit der Zeit Algen und Flechte hinzu. All das ist aufwendiger zu pflegen als ein gut angelegtes, flächig bewachsenes Beet.
  2. Die ökologische Vielfalt geht dadurch verloren und Du trägst damit zum Artensterben in der Natur bei. Natürlicher Lebensraum für Insekten, Vögel und Co geht verloren.
  3. Schotter- und Kiesflächen heizen sich bei dunkel gewählten Steinen wie z.B. Schiefer in der Sonne stark auf, das erhöht die Temperatur in Deiner Umgebung und ist auch aufgrund der steigenden Klimaerwärmung kontraproduktiv. Helle Steinmaterialien wie z.B. Marmorkies reflektieren die Sonneneinstrahlung und führen zu einem Blendeffekt was sehr unangenehm für die Augen ist.
  4. Triste Steinflächen ohne oder mit nur wenigen Pflanzen wirken ungemütlich und nicht einladend. Grün sorgt für Dein Wohlempfinden und für Entspannung.
  5. Die Anschaffungskosten von flächigen Kiesschüttungen scheint anfangs oft günstiger, doch der Abbau, Transport und Einbau der Steine hat einen hohen Ressourcenverbrauch. Ebenso ist der Rückbau der Flächen meist sehr aufwendig und teuer. Hier zahlst Du ggf. doppelt.

Sollst Du jetzt ganz auf Kies im Garten verzichten?

NEIN, denn zusammenfassend lässt sich sagen, nicht die Steine sind das Problem, sondern die Art und Weise wie sie verwendet werden. Also zum einen in welchem Verhältnis sich Steine und Pflanzen gegenüber stehen und zum anderen, welches Steinmaterial und welche Pflanzenauswahl dem Standort entsprechend gewählt werden.

Wenn Du also ein pflegeleichtes Kiesbeet möchtest, welches auch noch optisch gut aussieht, solltest Du dich immer an einen Fachmann mit ausreichend Pflanzenwissen wenden. Man kann nämlich durchaus Steine und Pflanzen wunderbar kombinieren, aber eben im richtigen Verhältnis.
Eines solltest Du zum Schluss noch wissen: Ein Garten ganz ohne Pflege gibt es nicht, aber von einer oft schon übertriebenen Suche nach jedem Unkraut in allen Fugen und Öffnungen des Gartens sollte man besser absehen. Das ist befreiend und Du kannst auch mit weniger Pflegeaufwand Ordnung in deinem Garten schaffen und ihn dennoch mit viel Freude genießen.

Unsere Buchempfehlung und Inspiration zu diesem Blogbeitrag:
„Der Kies muss weg!“ Gegen die Verschotterung unserer Vorgärten
– Tjards Wendebourg

Staudenbeete richtig pflegen: Mit wenig Aufwand zur vollen Pracht!

Ein blühendes Staudenbeet lässt bei jeden Gartenliebhaber das Herz höher schlagen und zum Glück ist der Pflegeaufwand geringer als gedacht. Hier erfährst du ganz übersichtlich was wann zu tun ist.

Was benötige ich für die Pflege?

  • Handschuhe
  • (Hand)rechen
  • Schubkarre
  • Gartenschere evtl. Heckenschere
  • Dünger
  • evtl. Spaten

Was ist im Frühling zu tun?

Das ist wohl die wichtigste Zeit für die Pflege deines Staudenbeetes. Die Tage werden immer wärmer und die Pflanzen zum Wachstum angeregt. Deshalb solltest du im zeitigen Frühjahr, circa Anfang oder Mitte März, mit folgenden Arbeiten los legen:

  • Entferne alle abgestorbenen Blätter und Pflanzenreste vom Beet
  • Schneide die abgestorbenen Pflanzenteile ca. eine Handbreite über dem Boden ab
  • Entferne evtl. erfrorene Stauden
  • Dünge alle Stauden für ein gutes Wachstum, z.B. mit Hornspäne
  • Teile alte Stauden und Gräser mit dem Spaten
  • Jäte Unkraut falls vorhanden
  • Mulche dein Beet alle 2 Jahre, falls du keine Bodendecker im Staudenbeet hast

Was ist im Sommer zu tun?

Neben ausreichend Wasser benötigen manche Stauden nun evtl. eine Stütze ihrer üppigen Blüte oder einen Remontierschnitt. Dadurch folgt dann eine weitere Blüte meist bis in den Herbst.

  • Gieße an trockenen Sommertagen täglich am Morgen oder Abend
  • Stütze üppig blühende Stauden wenn nötig, z.B. mit einem Staudenring
  • Schneide Stauden mit einer Nachblüte nach dem verblühen wie im Frühjahr zurück; hierzu zählen unter anderem: Ziersalbei, Rittersporn, Schafgarbe und einige Storchschnäbel
  • Jäte Unkraut falls vorhanden

Was ist im Herbst und Winter zu tun?

Bevor die ersten starken Fröste kommen, musst du dein Staudenbeet winterfest machen. Jetzt werden keine Stauden oder Gräser abgeschnitten!

  • Laub stehen lassen, das schützt deine Stauden vor Kälte und Frost
  • Binde deine höheren Gräser locker zusammen, dadurch fallen sie bei Schneelast nicht auseinander und faulen nicht im Wurzelbereich durch die Nässe
  • Decke empfindliche Stauden zusätzlich mit Tannenzweigen oder Reisig ab
  • Gieße gelegentlich im Winter, vor allem wintergrüne Stauden vertrocknen sonst

Bitte denke daran: Jede Staude bringt ihren eigenen Pflegeaufwand mit sich und nicht alle Pflanzen sind gleich zu behandeln. Ausnahmen und Besonderheiten gibt es immer, deshalb achte bei der Pflege speziell auf die bei dir vorhandenen Stauden und Sorten.

Falls du dir unsicher bist, Frage einfach bei uns oder deinem Gärtner nach.

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